Von der Unverdaulichkeit des Bösen

Giovanni da Modena: «Inferno», Anfang 15. Jh.; Capella dei Re Magi, San Petronio, Bologna.

Giovanni da Modena’s Fresko des Inferno (Beginn 15. Jh.) in der Capella dei Re Magi von San Petronio ist von einer schier unüberbietbaren Brachialität. Inspiriert von Dante’s Inferno verewigt der Meister nicht nur den Propheten Mohammed auf eine bis heute umstrittene und provozierende Weise, sondern er findet vor allem zur ersten Darstellung der absoluten Unverdaulichkeit alles Sündhaften. Und dies tröstlicherweise in der Hölle! – Giovanni da Modena plagten zeitlebens peristaltische Probleme.


Aus der Reihe: artefaked – alternative Fakten zur Kunst.